HowTo FWPF

FWPF ist die Abkürzung für „fachwissenschaftliches Wahlpflichtfach“. Die FWPFs bieten dir die Möglichkeit dein Studium ein wenig nach deinen Wünschen zu gestalten. In kleinen Gruppen, von ca. 20 Studierenden, werden interessante Themengebiete eröffnet und Projektarbeiten durchgeführt. Die angebotenen Fächer variieren von Semester zu Semester.

Die fachwissenschaftlichen Wahlpflichtfächer sind für den zweiten Studienabschnitt, genauer gesagt für das sechste und siebte Semester, angedacht. Voraussetzung ist daher, dass du alle Fächer aus dem ersten Studienabschnitt nicht nur abgelegt, sondern bestanden hast.

Die Wahl und die Verteilung der Fächer finden immer in den Semesterferien des vorangehenden Semesters statt. Wenn du im sechsten Semester FWPFs belegen möchtest, solltest du gegen Ende der Vorlesungen des fünften Semesters verstärkt auf Mails zu diesem Thema achten. Bevor die Wahl eröffnet wird, gibt es auch eine Informationsveranstaltung, in der alle wichtigen Punkte nochmal angesprochen werden.

Die Liste mit den angebotenen Fächern für das kommende Semester ist bereits vor der Wahl einsehbar, sodass man sich schon während des laufenden Semesters informieren und grob planen kann.

Wichtig: Da du deine FWPF-Wunschliste im FBI abgibst, solltest du auch darauf achten, dass dein Informatik-Passwort (das du an den Rechnern in den Laboren der Hohfederstraße verwendest) noch gültig ist.

Je nach Studiengang musst du eine unterschiedliche Anzahl an Semesterwochenstunden mit FWPFs füllen. In der Medien- und Wirtschaftsinformatik sind es 16 SemesterWochenStunden, in der Informatik 20 SWS; Studierende im Master müssen 40 SWS belegen. Die meisten FWPFs haben 4 SWS, es gibt aber noch einige Fächer mit nur 2 SWS. Da die benötigte Anzahl an SWS exakt erreicht werden muss, sind die Zweistünder mit Vorsicht zu genießen.

Die wählbaren Fächer werden in Schwerpunkte, also Medien-, Wirtschafts- oder Informatik, eingeteilt. Ein Fach kann dabei in mehreren Schwerpunkten liegen. Alle Studierenden dürfen aus allen Fächern wählen, allerdings muss eine bestimmte Anzahl an SWS aus dem eigenen Schwerpunkt kommen (12 SWS bei Medien- und Wirtschaftsinformatik, 16 SWS in der Informatik). Als Studierender der Medieninformatik kann man also nicht seine 16 SWS mit Fächern, die nur in dem Schwerpunkt der Wirtschaftsinformatik liegen, füllen.

Die Fächeransicht im FBI ist in Fächer aus dem eigenen Schwerpunkt und solche aus anderen Schwerpunkten unterteilt, du musst also vorher nicht mühsam jedes Fach auf seinen Schwerpunkt prüfen.

Die Wahl der FWPFs erfolgt im FBI.

Zunächst musst du auswählen, wie viele Semesterwochenstunden du mit Wahlpflichtfächern füllen möchtest und wie viele davon aus deinem Schwerpunkt kommen sollen.

Danach kannst du anfangen die einzelnen Fächer zu priorisieren. Du musst eine eindeutige Reihenfolge angeben und Fächer, die du unter keinen Umständen belegen möchtest, entsprechend mit „auf keinen Fall“ kennzeichnen. Wichtig ist aber mehr zu priorisieren, als du belegen möchte, um genügend Ausweichmöglichkeiten zu haben, da es sonst passieren kann, dass du nicht die gewünschte Anzahl an SWS belegen kannst.

Nach deiner Priorisierung erhältst du eine Bestätigungsmail mit einer Auflistung der Wahlfächer.

So kann dann eine vollständige Wahl aussehen:

Wann du dich im Anmeldezeitraum einschreibst hat keinen Einfluss darauf, ob du ein bestimmtes Fach zugeteilt bekommst oder nicht. Wichtig ist nur, dass du den Anmeldezeitraum einhältst, ein Nachmelden ist nicht möglich.

Module, die du schon einmal belegt hast, werden dir vom System nicht mehr angeboten.

  • Du solltest dreimal mehr FWPFs priorisieren, als du belegen möchtest. Tricksereien, wie nur ein Fach zu priorisieren und den Rest „auf keinen Fall“, führen zu keinem besseren Ergebnis.
  • Im sechsten Semester hast du zusätzlich zu den FWPFs noch weitere Pflichtveranstaltungen. Bei deiner Wahl musst du selbst aufpassen, dass sich die FWPFs nicht mit diesen überschneiden. Das ist auch bei Wiederholungen aus vorherigen Semestern wichtig. Dazu steht der Stundenplan für das kommende Semester zu Beginn der FWPF-Wahl zur Verfügung. Kollisionen zwischen den FWPFs müssen nicht beachtet werden.
  • Hast du eine nicht durch vier teilbare Wunsch-SWS-Zahl angegeben, musst du auch mindestens ein Zweistünder-FWPF priorisieren.
  • Die Priorisierung muss durchgängig nummeriert sein und du musst bei allen Fächern eine Auswahl treffen. Möchtest du ein Fach auf keinen Fall haben, musst du es angeben.

Die fachwissenschaftlichen Wahlpflichtfächer können auch als Wahlfach belegt werden. Wahlfächer kannst du nach Belieben in dein Zeugnis aufnehmen lassen, sie zählen aber nicht zu deinen Pflichtbelegungen und bringen keine ECTS. Einige Fächer können nur als Wahlfach belegt werden.

Herr Prof. Dr. Roth verteilt die Wahlfächer nach dem so getauften „Fahrstuhl-Verfahren“. Die Studierenden werden zufällig in einer Liste angeordnet. Danach erhalten die Studierenden von oben nach unten ihre Priorität 1. Weiter geht es von unten nach oben mit den Fächern der Priorität 2, dann wieder von oben nach unten usw. Das Verfahren endet, wenn jeder seine Wunsch-SWS hat oder alle Fächer voll belegt sind.

Danach geht es in eine zweite Runde: Zunächst werden alle Fächer, die zu wenig gewünscht wurden, gestrichen und die Maximalbelegung des FWPFs berücksichtigt. Der Algorithmus beginnt von neuem. Sollte dabei ein Wunsch nicht mehr erfüllt werden können, da die Maximalbelegung überschritten würde, wird automatisch die nächst niedrigere Priorität erfüllt.

Es werden einige Konstellationen berücksichtigt, die der Algorithmus nicht abdeckt: Studierende, die mit ihrer Belegung komplett fertig werden oder dringend einen Zweistünder benötigen und eine realistische Priorisierung abgegeben, haben Vorrang.

Es kann passieren, dass man seine letzte Prüfungsleistung aus dem ersten Studienabschnitt erst erhält, wenn die Wahl bereits gelaufen ist, sprich in den Semesterferien. Möchte man im darauf folgenden Semester aber unbedingt FWPFs belegen, sollte man diese trotzdem schon wählen und nach Erhalt der Note den für die Verteilung verantwortlichen Professor, Herrn Prof. Dr. Roth, benachrichtigen (mit einem Screenshot der Notenübersicht über die relevanten Fächer). Bei der Zuteilung kann leider erst danach berücksichtigt werden.

Es kann passieren, dass man nicht die FWPFs zugeteilt bekommt, die man sich gewünscht hat. Da liegt es nahe, dass man einen Deal mit den veranstaltenden Professorinnen und Professoren einfädelt. Leider geht das nicht mehr. Die Verteilung ist final und wird nicht mehr, auch nicht nach Diskussion mit der veranstaltenden Dozentin oder dem veranstaltenden Dozenten, geändert.

Bei FWPFs ist es nicht möglich einfach nicht zu erscheinen, da hier zwei System synchron gehalten werden müssen: das des Studienbüros und das der Fakultät Informatik. Nach der Zuteilung gilt es für die Fakultät Informatik als belegt und die SWS können nicht mehr anderweitig belegt werden. Somit würden am Ende deines Studiums die aus dem Fach resultierenden ECTS fehlen und der Bachelor wäre nicht bestanden. Daher unbedingt den für die Verteilung verantwortlichen Professor, Herrn Prof. Dr. Roth, sobald wie möglich benachrichtigen, am besten am Anfang des Semesters. Eine nicht beanspruchte Zuteilung ist allerdings kein Frei-Ticket für das nächste Mal.

Um dich im FBI anmelden zu können, brauchst du deine Zugangsdaten der Informatik-Domäne. Es kann passieren, dass das Passwort während des Semesters unbemerkt ausläuft, da man es ja nicht so oft benötigt. Du solltest also rechtzeitig prüfen, ob du dich noch anmelden kannst. Wenn nicht, musst du dich an einem Rechner der Fakultät Informatik anmelden und dort dein Passwort ändern. Sollte auch das nicht mehr gehen, wende dich an einen unserer Systemadministratoren, Herrn Fischer oder Herrn Bauer, um dein Passwort zurücksetzen zu lassen.